Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Einkommen für alle Menschen,

  • das Existenz sichernd ist und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht,
  • auf das ein individueller Rechtsanspruch besteht
  • das ohne Bedürftigkeitsprüfung und
  • ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen

garantiert wird.

Das Grundeinkommen soll dazu beitragen, Armut und soziale Notlagen zu beseitigen, den individuellen Freiheitsspielraum zu vergrößern sowie die Entwicklungschancen jedes Einzelnen und die soziale und kulturelle Situation im Gemeinwesen nachhaltig zu verbessern.

Hier stellen wir verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Einführung eines Grundeinkommens in der Krise zur Diskussion, deren Inhalt wir nicht unbedingt teilen. Im September bei der sogenannten Zuhörung besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Wissenschaftlern. Stay tuned!

Prof. Bernhard Neumärker stellt sein Modell eines Netto-Grundeinkommens vor, das in der Krise eingeführt und danach zu einem vollen Bedingungslosen Grundeinkommen ausgebaut werden kann. (ca. 5 Minuten)

Prof. Alexander Spermann stellt sein Modell eines Basisgelds mit Steuergutschrift vor, das neben der automatischen Auszahlung des Regelsatzes der Grundsicherung eine Neuberechnung der Lohnsteuertabellen vorsieht und als Steuergutschrift einen Zuschuss gewährt, der ein Einkommen in Höhe der Armutsrisikoschwelle (60 % des Medianeinkommens) sicherstellt.

Der emeritierte Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult. Friedrich Schneider der Abteilung für Wirtschaftspolitik war zwei Mal in Folge einflussreichster Ökonom in Österreich laut dem Ökonomen-Ranking der ‚Presse‘ und ist seit Juni 2013 Vorsitzender des Academic Advisory Boards der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Hier stellt er sein Modell eines Grundeinkommens vor.

Prof. Dr. Sascha Liebermann ist Professor für Soziologie am Institut für philosophische und ästhetische Bildung, Fachbereich Bildungswissenschaft, an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Außerdem Consultant Editor der Basic Income Studies, De Gruyter, Mitbegründer und Vorstand (bis 2007) des Institut für hermeneutische Sozial- und Kulturforschung e.V. in Frankfurt am Main sowie Mitbegründer und aktives Mitglied der Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung. Hier spricht er über den Widerspruch zwischen heutigem Sozialstaat und Demokratie und die Korrespondenz des Grundeinkommens mit der grundlegenden Annahme der Autonomie.